Weiß – unvorbereitet, unaufmerksam & nicht wachsam:
Wird man in der Status Farbe «Weiß» angegriffen, so trifft es einen komplett unerwartet. Das
einzige was einen hier noch retten kann, wäre die Unzulänglichkeit des Angreifenden. In diesem
Zustand sollte man sich nur befinden, wenn man sich absolut sicher ist, das man mit keiner Gefahr
rechnen muss.
Wie zum Beispiel zu Hause, auf der Arbeit oder einem anderen vertrauensvollen Ort. Natürlich
sollte man immer im Hinterkopf haben, das es keine 100%ige Sicherheit gibt. Doch spielt es für die
eigene Körper-Empfindung eine große Rolle, sich ab und an entspannen zu können und nicht
ständig unter Angst und Anspannung zu stehen.
Hierbei ist es durchaus Sinnvoll, den Farbcode etwas als ein Spiel zu betrachten, den es fällt einem
deutlich leichter nicht so schnell in die Paranoide zu verfallen. Außerdem übt man sich durch die
Anwendung des Farbcodes im Alltag, sowohl seine Beobachtungsgabe als auch seine Wachsamkeit
zu verbessern oder sich die ganz eigene Gefechtsbereitschaft klar zu machen.
Gelb – aufmerksam & entspannt alarmiert:
Bei der Statusfarbe «gelb» liegt keine direkte Bedrohung vor, allerdings sollte man stets wachsam
sowie aufmerksam sein. Halte am besten Augen uns Ohren offen und sei dir bewusst, das heute
der Tag sein könnte, an dem du angegriffen wirst oder besser gesagt an dem du dich eventuell
verteidigen musst.
Im Detail bedeutet das, sobald du die eigenen vier Wände beziehungsweise deine sichere und
vertraute Umgebung verlässt, begebe dich in den gelben Zustand. Sei locker aber wachsam. Und
damit ist nicht nur die Wachsamkeit gegenüber Menschen, die Angreifen könnten gemeint,
sondern auch Wachsamkeit im Straßenverkehr, diese genauso überlebenswichtig ist.
Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, es ist ein enormer Unterschied, ob man ein paranoid
oder nur extrem wachsam ist. Beim Autofahren zum Beispiel ist es jedem einleuchtend, das es
einen Sinn hat nicht nur Geradeaus zu schauen, sondern auch die Seiten- und die Rückspiegel zu
benutzen.
Und genau diese Wachsamkeit sollte man auch außerhalb des Fahrzeugs annehmen. Sich stets die
Umgebung anschauen und diese zu scannen. Dieses Verhalten hilft dir dabei potenzielle Angreifer
und brenzlige rechtzeitig Situationen zu erkennen. Gerade Sicherheitskräfte sind auf ihren
Streifengängen stets im gelben Status.
Orange – vorsichtig & leicht alarmiert:
Wie bei einer Ampel auch, kommt die Statusfarbe «Orange» direkt vor Rot und ist somit gleich zu
verstehen. Hier wartet man besser einen Moment und gibt der Situation, spezifische
Aufmerksamkeit, den es stimmt etwas so gar nicht. Bei diesem Status ist Vorsicht geboten und es
gilt erst einmal herauszufinden, ob es hier wirklich eine Gefahr oder Bedrohung gibt.
Manchmal bahnt sich diese auch erst an. So oder so sollte man jetzt schleunigst die Denkweise
ändern, den es könnte einen Angriff geben, bei dem man sich verteidigen oder gar flüchten muss.
Befindet man sich bereits im Status Orange, sollte man sich bereits mit folgenden Fragen
beschäftigt haben:
Welche Flucht Optionen habe Ich?
Habe ich die Möglichkeit mich mit einer Waffe zur verteidigen?
Sehe ich in unmittelbarer Nähe Gegenstände, die mir zur Verteidigung helfen?
Wie viel Zeit bleibt mir etwa, um mich besser auf den möglichen Angriff vorzubereiten?
Gibt es in der Nähe vielleicht Menschen dir mir helfen könnten?
Wie reagiere ich, sollte es wirklich zum Kampf kommen?
Stelle ich mich dem Kampf oder ist es sicherer zu flüchten?
Diese Fragen können je nach Situation noch mehr beinhalten und gelten nur als Tipp. Hat man die
Möglichkeit zu flüchten, Hilfe zu holen oder kann dem ganzen anders aus dem Weg gehen, sollte
man diese Option der eigenen Sicherheit wegen immer vorziehen.
Auch ist es wichtig, wieder in Status «Gelb» zurückzukehren, sollte sich die Situation wieder
entspannen und sich die Bedrohung wieder auflockern. Alles andere führt nur zu Verspannungen,
schlechter Laune und unnötigem Adrenalinstößen. So viel sei gesagt.
Rot – Action, der Kampf & die Flucht:
Bei der Statusfarbe «Rot» würde die Orangefarbene Linie ganz klar überschritten und es heißt die
Orangefarbene Strategie vollkommen umzusetzen. Jetzt bleibt einem keine Zeit mehr zum Denken
und es muss gehandelt werden. Flüchten oder Kämpfen!
Im roten Status sollte man, solange bleiben, bis keine Gefahr mehr droht und man sich in
Sicherheit befindet. Und gerade Letzteres sollte in der Praxis nicht unterschätzt werden. Wer sich
zur Flucht entschieden hat, sollte weit genug wegrennen. Beim Kampf gilt ähnliches. Der Angreifer
muss unschädlich gemacht werden.
Schwarz – Kontrolle auf Verwundungen:
Nach jedem Kampf oder der Flucht an einen sicheren Ort folgt die Statusfarbe «Schwarz», der
sogenannte Self-Check. In diesem Status ist es wichtig deinen kompletten Körper auf Verletzungen
zu überprüfen, da man während des Status Rot so unter Stress und Adrenalin steht, das man nicht
unbedingt direkt merkt, verletzt worden zu sein.
Bei einer Adrenalin-Ausschüttung kann es dazu kommen, das dem Körper für einen kurzen
Moment mehr Energie und Power zur Verfügung steht, man dafür aber nicht direkt mögliche
Schmerzen wahrnimmt. Und dies sollte man nicht unterschätzen. Häufig bemerkt man Brüche,
Bänderrisse & Co. erst nach einigen Stunden.do, enim amet.